Ballmers Rede auf MSFT Financial Analyst Meeting: Wachstum bei Netbooks:

A year ago, the world was still mostly talking about a thing called a MID. Don't know what a MID is, really never knew what a MID was, but we got a real concrete substantiation of a MID during the last 12 months. A MID was a netbook. And when they first shipped, people said, oh, this is this, this is something brand new, this is blah, blah, blah. And they shipped with Linux, and blah, blah, blah, blah. We now know what a MID is. And we now know a MID is a netbook, and what's a netbook? A netbook is a PC. Nobody wanted any netbooks that didn't have Windows on them. So we went from nothing to about 95–96 percent attach on netbooks. And I will tell you the other 4 percent probably have Windows on them also.

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There is also a bit of a question about what's going on with netbooks. So let me talk to the callout here. I said the netbook is a PC. And yet, when I start talking to many of our customers about this, they'll say, "I love the netbook, but can I get one with a bigger screen?" Well, what they're saying is they want a thin, light, long-battery-life, bigger-screen netbook. I think it makes perfect sense. You'll get other people who say, "I want a faster netbook." And what everybody really is trying to tell you is, there are sort of two dimensions in how to think about PCs' characteristics: low performance and higher performance. And let me just say: lower power and lower weight, and heavier power and heavier weight.

Wise Man’s® says: Begriffsverwirrung par Excellence. MID, Netbook, Notebook.Wer soll da noch die Übersicht bewahren. Ballmer würde gerne alles unter den Begriff PC subsumieren. Schließlich ließe sich dann Windows drauf installieren. Wenn's nur so einfach wäre. Schließlich gibt es durchaus Betriebssysteme, die speziell für einzelne Gerätegattungen entwickelt und optimiert werden. Denen ist mit einem Rundumschlag nicht beizukommen. Vor allem, wenn mit der Vorgabe, welche Hardware verarbeitet werden darf, so restriktiv umgegangen wird, wie beispielsweise von Microsoft bei der Einführung der Netbooks. Da wurde um jeden Zoll Bildschirm gefeilscht, Arbeitsspeicher und Festplatten Kapazitäten vorgeschrieben. Nun sollen, so konstatiert Ballmer, die MIDs eigentlich Netbooks sein. Diese aber sollen größer und schneller werden. Wenn Netbooks dann Notebooks sind, ist unten wieder eine Nische frei. Beispielsweis für den ultramobilen PC. Ach, den UMPC gibt es schon? Erdacht vom Microsoft und Intel? Aber was! Um es mit Ballmer zu sagen: "this is something brand new, this is blah, blah, blah."

Idee für die Post: Von Hand zu Hand - Paketzulieferung als Bürgerinitiative

Studenten aus Potsdam haben ein neues Konzept für die innerstädtische Paketzustellung ersonnen. Es sieht vor, dass nicht mehr Paketboten Sendungen ausfahren, sondern dass Bürger Päckchen und Pakete auf dem Nachhauseweg mitbringen.

[…]

Eine Nachricht auf das Mobiltelefon informiert den Freiwilligen, wenn eine Sendung in einer Packstation oder einem Kiosk auf eine Mitfahrgelegenheit wartet. Auf dem Weg nach Hause, zum Sport oder ins Kino hält er dort kurz an und spendiert dem Fresspaket von Mutti, dem Geschenk für Oma oder dem Spielzeug für Papa eine Fahrt zum nächsten Sammelpunkt.

[…]

Jeder Fahrer soll nämlich für deren Mitnahme ein Entgelt bekommen. "Für jedes transportierte Paket erhält er Punkte, die in Warengutscheine, Gratis-Paketsendungen oder CO2-Gutschriften umgewandelt werden können", sagt Gemmer.

 

Wise Man’s® says: Auf den ersten Blick eine nette Idee. Beschäftigungstherapie mit Gummipunkten. Doch wenn ich bedenke, dass mein Päckchen künftig in Privatwagen rumliegt, statt anzukommen, und irgendjemand recherchieren muss, wo es geblieben ist, begeistert das schon weniger. Das nervt schon bei professionellen Zustelldiensten. Falls dann der Inhalt auch noch beschädigt ist, will es wieder niemand gewesen sein. Stille Post.

Nun also doch: Microsoft und Yahoo suchen gemeinsam. Da machts Bing!

SUNNYVALE, Calif. and REDMOND, Wash. — 29 July, 2009 — Yahoo! and Microsoft announced an agreement that will improve the Web search experience for users and advertisers, and deliver sustained innovation to the industry. In simple terms, Microsoft will now power Yahoo! search while Yahoo! will become the exclusive worldwide relationship sales force for both companies’ premium search advertisers.

Wise Man’s® says: Wer in Zukunft bei Yahoo sucht, findet mit Microsoft. Strategisch erweist Microsofts Bing nun seine Stärke. Dafür übernimmt Yahoo den weltweiten gemeinsamen Vertrieb. Das macht die Kooperation interessant für Anzeigenkunden als wahrnehmbare Allianze gegen das Schwergewicht Google. Mit einer Laufzeit von 10 Jahren soll die Übereinkunft eine kleine Internetewigkeit dauern: Gesucht wird immer, finden wir.

Open Source kommt ins Geschäft: Linux Foundation bietet Tux-Kredit-Karte mit Platin-Status.

The Linux Foundation, the non-profit that supports the growth of the Linux kernel, is today announcing an affinity Visa Platinum credit card for people who want to contribute to advancing the OS through the organization’s initiatives.

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The organization will receive $50 for every activated card as well as a percentage of every purchase made with the credit card. The Linux Foundation also says 100% of the proceeds from the Visa card program will go directly towards providing community technical events and travel grants for open source community members in order to accelerate Linux innovation.

Wise Man’s® says: Zahlen mit Linux, nicht für Linux. Das ist ein interessantes Modell. Und die Organisation profitiert. Allerdings: Zur Zeit kann man sich nur in USA als Tux-Fan outen. Ob die Platin-Card zum Status-Symbol avanciert, muss sich zeigen. So kommt Open Source ins Geschäft.

Familienbande! Windows 7 im Dreierpack: Windows 7 Team Blog

I know there have been some rumors going around about a “family pack” for Windows 7. We have heard a lot of feedback from beta testers and enthusiasts over the last 3 years that we need a better solution for homes with multiple PCs. I’m happy to confirm that we will indeed be offering a family pack of Windows 7 Home Premium (in select markets) which will allow installation on up to 3 PCs.

Wise Man’s® says: Die große Familienpackung mit drewi Lizenzen. Da bekommt jeder was auf den PC: Papa, Mama und die Kids, aber nur wenn der Rechner im Kinderzimmer nicht zu veraltet ist. Immerhin hilft der gemeinsamen Wechsel dabei, die Windows 7 Funktionen fürs Heimnetzwerk uneingeschränkt zu nutzen. Ob das Sparpaket auch in Europa kommt, ist allerdings ebensowenig raus wie, was es kosten soll. Das es Zuspruch finden würde, kann aber durchaus erwartet werden. Immerhin ist das Super-Sonder-Vorbestellangebot für 49 Euro anscheinend längst ausverkauft. Schleierhaft bleibt mir aber, wie was die Kriterien für solch einen Ausverkauf sind. Da das Betriebssystem gerade in die Produktion geht, hätte Microsoft doch einfach einen Happen drauflegen können. Oder sind die Produktionskapazitäten so knapp bemessen, dass bis Jahresende schon alles ausgebucht ist? Auf jeden Fall macht so eine Marktverknappung ein Produkt attraktiv. Durch diesen zusätzlichen Kaufanreiz kann Microsoft dann vielleicht bei der Familenbande mit dem Windows-Hattrick richtig punkten.

Über die Unkultur der wertlosen Dementis schreibt Carsten Knop: Porsche - oder: Ich dementiere!

Die Erkenntnis der Woche, nämlich die, dass Dementis nichts taugen, ist dabei gar nicht neu. Man erinnere sich an Walter Ulbricht: Zwei Monate vor dem Mauerbau 1961 tritt der DDR-Staatschef Gerüchten entgegen und behauptet: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." 1987 sagt der damalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel, nachdem Wahlkampftricks der CDU Schlagzeilen gemacht haben: „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind."

Wise Man’s® says: Leugnen wider besseres Wissen ist in Wirtschaft und Politik gang und gäbe. Sicherlich gibt es Sachverhalte, die nicht zu früh an die Öffentlichkeit kommen sollen. Bisweilen ist ja tatsächlich eine Entscheidung noch in der Schwebe. Oft aber steht das Resultat der angeblich offenen Diskussion schon hinter verschlossenen Türen fest, soll aber - manchmal gar mit guten Gründen - noch nicht kund werden. So oder so: Kein Grund zu Lügen. Da lob ich mir doch die ehrliche Antwort: "Kein Kommentar".

Es rauscht im Browser-Wald (Medien, NZZ Online)

Laut der Marktforscherin StatCounter ist der weltweite Marktanteil des Internet Explorer Anfang dieser Woche auf knapp 61 Prozent gesunken, in Europa liegt er nur noch bei 47 Prozent. Demnach kommt der Firefox weltweit auf 30 und in Europa auf 40 Prozent. In der Schweiz liefern sich die beiden Browser laut StatCounter ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in Deutschland und Finnland ist der Firefox mit über 50 Prozent bereits davongezogen. Diese Werte basieren auf Nutzerzahlen, die StatCounter bei drei Millionen Websites täglich erhebt.

via nzz.ch

Wise Man’s® says: Offensichtlich hat Microsoft nicht nur an der Börse mit erdrutschartigen Einbrüchen zu kämpfen. Irgendwie fehlte es in den letzten Jahren am richtigen Erfolgskonzept und überzeugenden Innovationen: Windows Vista hat einen schlechten Ruf, Windows Mobile wirkt als Smartphone-OS veraltet, Office kämpft um die Akzeptanz der neuen Oberfläche und der Internet Explorer verliert rapide an Boden. Das wird sich noch beschleunigen, wenn er bei der europäischen Version von Windows 7 nicht einmal mehr vorinstalliert ist. Bei allem hat sich wenigstens der Ruf von Microsoft gebessert: Als Monopolist wird das Unternehmen kaum mehr gefürchtet. So regelt der Markt das Image.

Nokia erwirbt cellity

Espoo, Finland - Hamburg, Germany, 24.07.2009 – Nokia and cellity today announced an agreement for Nokia to acquire certain assets of cellity. cellity is a privately owned mobile software company which employs 14 people in Hamburg, Germany.

Nokia will acquire the cellity team to strengthen its competencies in the area of social networking. cellity's current service will not transfer to Nokia and the service will be discontinued. cellity currently offers a solution to collect and securely store users' contacts in one place. The service is an easy way to connect people on the mobile and the web.

Wise Man’s® says: Interessante Strategie, ein Team zu kaufen und deren Produkt zu schassen. So innovativ und talentiert findet Nokia das offensichtlich doch nicht, was cellity treibt. Sonst würde man ja den Service nicht abschalten. Aber es ist halt die schnellste Art eine eingearbeitete Mannschaft an Land zu ziehen. Das spart Zeit. Wird sich zeigen, wofür und wie lange sie alle an Bord bleiben.

Meedia: Starbucks: Die größte Marke bei Facebook

Starbucks: Die größte Marke bei Facebook

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Mit über 3,6 Millionen Fans ist Starbucks die aktuell beliebteste Markenseite bei Facebook. Interessant ist vor allem das rasante Wachstum. Denn die Starbucks-Seite ging erst im Oktober 2008 online.

Wise Man’s® says: Da zeigt sich, wie sich eine gute Marke über ihr Kernprodukt besetzen lässt, auch wenn's oft nur kalter Kaffee ist, den die Fans in Facebook aufwärmen.

heise online - 24.07.09 - "Radikale Innovationen haben es schwer"

Viktor Mayer-Schönberger, Direktor des Forschungszentrums für Politik und Innovation an der Universität Singapur, sieht allerdingsndere Probleme, die die Innovation behindern. , In dem Artikel Can We Reinvent the Internet? in der Zeitschrift Science konstatiert er, dass kaum wirklich neue Programme für das Internet entstehen, während die grundlegenden Protokolle weitgehend unverändert geblieben sind. Schuld daran seien die Unternehmen, die fürchten, dass bei ganz neuen Ansätzen die Kunden nicht mitziehen, aber auch die Trägheit der sozialen Netzwerke der Open-Source-Community. Die nämlich würden, so die These von Mayer-Schönberger, zu eng vernetzt sein, was die Entstehung ganz neuer Ansätze erschwere und meist nur kleine Fortschritte zulasse.

Wise Man’s® says: Die Communities köcheln im eigenen Saft. Wer einmal seine Freunde gefunden hat, will nicht auf neuer Plattform allein dastehen. Je größer das Netzwerk, um so unflexibler die Nutzer. Aber: Das stimmt nur so lange, bis sich alle für etwas neues begeistern. Das Potential ist da, nur die Erfolgreichen sind zu feige ein Risiko einzugehen. Die Innovation kommt hoffentlich von unten. Wer keine User zu verlieren hat, kann freier agieren. Mancher guten Idee fehlt bislang einfach nur das Kapital.