Es rauscht im Browser-Wald (Medien, NZZ Online)

Laut der Marktforscherin StatCounter ist der weltweite Marktanteil des Internet Explorer Anfang dieser Woche auf knapp 61 Prozent gesunken, in Europa liegt er nur noch bei 47 Prozent. Demnach kommt der Firefox weltweit auf 30 und in Europa auf 40 Prozent. In der Schweiz liefern sich die beiden Browser laut StatCounter ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in Deutschland und Finnland ist der Firefox mit über 50 Prozent bereits davongezogen. Diese Werte basieren auf Nutzerzahlen, die StatCounter bei drei Millionen Websites täglich erhebt.

via nzz.ch

Wise Man’s® says: Offensichtlich hat Microsoft nicht nur an der Börse mit erdrutschartigen Einbrüchen zu kämpfen. Irgendwie fehlte es in den letzten Jahren am richtigen Erfolgskonzept und überzeugenden Innovationen: Windows Vista hat einen schlechten Ruf, Windows Mobile wirkt als Smartphone-OS veraltet, Office kämpft um die Akzeptanz der neuen Oberfläche und der Internet Explorer verliert rapide an Boden. Das wird sich noch beschleunigen, wenn er bei der europäischen Version von Windows 7 nicht einmal mehr vorinstalliert ist. Bei allem hat sich wenigstens der Ruf von Microsoft gebessert: Als Monopolist wird das Unternehmen kaum mehr gefürchtet. So regelt der Markt das Image.

Software: Microsoft muss auf Windows 7 hoffen - Unternehmen - Wirtschaft - FAZ.NET

Microsoft muss auf Windows 7 hoffen

24. Juli 2009 Dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft machen die Wirtschaftskrise und die Flaute am PC-Markt weit drastischer zu schaffen als erwartet. Der Gewinn brach im vergangenen Quartal um fast 30 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar ein. Der Umsatz fiel um 17 Prozent. Erstmals seit dem Börsengang 1986 beendet Microsoft damit ein Geschäftsjahr mit einem Umsatzminus.

Das Abschneiden Microsoft gilt als wichtiger Gradmesser für die weitere Entwicklung der Technologiebranche aber auch für die Wirtschaft insgesamt, weil praktisch alle Unternehmen Computer nutzen.

Wise Man's® says: Nach Vista muss es Nummer 7 nun bringen. Es ist schon ein Problem, wenn das Wohl und Wehe des Geschäftserfolgs auf ein einziges Produkt fokussiert wird. Dabei ist die Palette von Microsoft deutlich facettenreicher, spielt aber bei der Bewertung offensichtlich keine große Rolle.